5. Juni 2012

Galileo ist wieder zuhause.

By sabadabadoo In 42, Befinden, Glück, Katzen, YEAH!

Und das kam so:

Gestern abend fiel mir beim Laufen vom Parkplatz durch den pladdernden Regen in unseren Garten schon von weitem ein etwas seltsam torkeliges Kätzchen auf. Da es aber in einem anderen Garten verschwand, habe ich nur gedacht, ok, gehört wohl da hin.

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit turnte es mir im Vorgarten vor die Füße – sehr hübsch, sehr mager, sehr langsam, alles in allem: sah aus wie irgendwo rausgefallen. Ich drehte nochmal um, ging zurück ins Haus und holte einen frisch gefüllten Katzennapf und bot es ihm an. Der kleine Kerl nahm ein paar Häppchen und wirkte schon davon etwas erschöpft.

Kurzerhand schnappte ich ihn und setzte ihn mitsamt dem Napf in unseren Garten. In der Hoffnung, dass er sichs dort ein bisschen gemütlich machen würde. Das tat er offensichtlich, denn im Laufe des Tages fand ihn dort der Liebste, der ihn ebenfalls mitleidig mit Futter versorgte.

Als ich abends um 19:30 h nachhause kam, saß der schlappe kleine Kerl immer noch dort. Da konnte doch etwas nicht stimmen, ich also das Kerlchen geschnappt und zum tierärztlichen Notdienst. Kurze Untersuchung, glücklicherweise war er gechipt. Zum Gesundheitszustand wurde allerhand vermutet, vor allem aber eine Schilddrüsenerkrankung. Ich könnte ihn da lassen, dann käme er morgen früh ins Tierheim.

Neee, das geht ja mal gar nicht. Das wollte ich ihm nicht antun und mir nicht und so nahm ihn wieder mit nach Hause – in der Zwischenzeit wurde schon via Chip ermittelt, dass er vermisst wird und Galileo (!)heisst. Und kaum hatte ich bei Tasso meine Nummer angegeben, klingelte auch schon das Telefon und eine überglückliche Frau fragte, ob es tatsächlich wahr sein könne. Er sei schon seit Freitag weg und brauche doch seine Medikamente und überhaupt.

Kurze Zeit später eine kleine Familienzusammenführung – der kleine Kerl ist so drömmelig, weil schwerkrank, hat nen Herzfehler, ne Schilddrüsenüberfunktion, braucht 2mal am Tag ne Spritze und ist schon 12 Jahre alt. In der Familie hatte man schon gedacht, er wäre zu den Sternen aufgebrochen – so erzählten sie es zumindest der kleinen Tochter (3), die jetzt überglücklich sein wird, das er nochmal umgekehrt ist (weils zu bewölkt war und er die Sterne nicht gefunden hat, haben wir erfunden…).

Hach. Nach einem wirklich heftigen und aufreibenden Arbeitstag tat das richtig gut. Alle sind wieder glücklich.

galileo

galileo2

4 Comments
  1. Blonde 5. Juni 2012

    Hach, hach und nochmal hach.

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  2. Martin 6. Juni 2012

    Eine wunderbare Geschichte, wie man sie leider viel zu selten zu hören bekommt. Danke!

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  3. Pienznaeschen 7. Juni 2012

    Und das wo ich doch eh schon so hormongelenkt bin *schniiiiieffff*

    (und eine wunderhübsche Zeichnung hat der Kerl noch dazu)

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  4. Saba 7. Juni 2012

    Und ich bin einfach froh, dass ich das so gemacht habe.

    Als die beim Tierarzt sagten: „Das müssen Sie aber bezahlen, auch wenns nicht Ihr Kater ist und es ist Notdienst und kostet extra.“ Und ich sagte, dass mir das vollkommen klar sei und ich ja wohl trotzdem kaum ne kranke Katze in meinem Garten sitzen lassen könnte, kam die Antwort: „Wenn Sie wüssten, was alles gemacht wird…“ da war mir ja schon wieder ganz anders.

    Die Besitzerin von Galileo war ebenso überrascht, aber sehr glücklich. Und ich hoffe, dass falls etwas mit einem von meinen Pelzmatrosen sein sollte, jemand anders genauso handelt.

    100 Karmapunkte 🙂

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